12 August 2016

Flug 4.8

 
Heute ist schon meine erste Woche in Amerika vorbei. Wie schnell die Zeit schon vergeht ist unfassbar!

Am Donnerstag,4.8 war der Tag aller Tage. Endlich ging es los!













Die Nacht davor war ich noch ziemlich lange wach, weil ich meinen Koffer zu Ende gepackt hab, alles gecheckt hab, Blogpost vorbereitet hab und überall das nachgedacht hab. Ich hab mich gegen 2 Uhr nachts hingelegt.


Einschlafen konnte ich auch relativ gut, weil ich einfach so kaputt war. Leider hat um 5 dann aber auch schon wieder der Wecker geklingelt. Ich bin sofort hoch geschreckt und ihr könnt euch nicht vorstellen wie sich mein Bauch verkrampft hat. Mir war echt richtig schlecht...
Ich hab mich dann aber fertig gemacht und damit abgelenkt meine letzten Minuten zuhause zu genießen. Auch wenn mir nachher nicht mehr schlecht war konnte ich trotzdem nichts essen.

Um viertel vor 7 waren dann alle da, die zum Flughafen mitkommen sollten.
Ich hab das Alles gar nicht so schnell realisiert wie das ging. Aber es hieß dann auf einmal Koffer ins Auto und Tschüss zuhause.

Wir haben uns dann auf den Weg zum 2 1/2 Stunden entfernten Frankfurter Flughafen gemacht. Im Auto konnte ich die zeit nochmal richtig genießen. Zum Glück waren meine Freunde mit uns im Auto, denn so war die Stimmung lockerer. Wenn meine Mutter und ich alleine gefahren wäre, wäre das denke ich eine deutlich unangenehmere Fahrt gewesen.

Irgendwie ging die Fahrt schnell und doch auch wieder langsam um. Aber das Gefühl hatte ich bei fast allem. Ich glaub wir Austauchschüler können uns einfach nicht mehr entscheiden. Denn kein Austauschschüler kann sich zwischen traurig und glücklich entscheiden. Man ist halt einfach beides.

Am Flughafen hat alles super geklappt und die Frau am Schalter war auch superlieb. Ich hatte 24.5 Kilo musste aber kein Übergewicht zahlen:)
Im Nachhinein hab ich das Gefühl, dass alle nur so nett zu mir waren, weil man mir angesehen hat, wie nervös ich war. haha

Wir hatten dann noch 1 Stunde Zeit und da die Sicherheitskontrolle schnell kam haben wir noch in einem Cafe gewartet und die Zeit zusammen verbracht.



Dann kam der Teil den ich am liebsten weglassen würde... Auch wenn es mir hier in Orlando super gut geht und ich mich richtig wohl fühle, kommen mir wieder die Tränen in die Augen.
Es war Zeit Tschüss zu Allen zusagen. Ich wusste, dass das nicht leicht wird. Aber ich hätte doch nicht gedacht, dass das so schwer wird. Ich kann zu meinen Gefühlen nicht viel sagen. Außer das es sich dramatischer Weise angefühlt hat, als ob mir mein Herz zerrissen wird.

Aber irgendwann muss man dann gehen, weil das Stehen bleiben alles nur noch schlimmer macht. Für mich war es echt schwer mich zusammen zu reißen. Gerade dann wenn dich noch Sicherheitsbeamte fragen ob alles okay ist. Wenn ich schon so scheiße aussehe, dass du mich fragst ob alles okay ist. Dann müsstest du dir die Frage eigentlich auch selbst beantworten können oder nicht ?! Auf den Weg zum Gate musste ich mich echt zusammenreißen um nicht die ganze Zeit los zu heulen. Ich weiß auch nicht aber ich hab ich mich so alleine und verloren gefühlt. Es tat mir einfach so weh meine Freunde und meine Familie weinen zu sehen. Besonders meine Mama.

Aber man hat dann keine Wahl mehr und läuft einfach gerade aus zum Gate. Am Gate hat alles gut geklappt. Bis auf das meine Maschine komplett ausgebucht war. Deshalb musste ich dann meinen Handgepäckskoffer aufgeben. Ich hab aber erst nachher gemerkt, dass da mein Laptop und meine Kamera dran sind und an dem Koffer kein Schloss ist. In der Situation konnte ich dann nichts mehr machen außer hoffen und beten. Also Tipp an alle. Ihr solltet auch ein Schloss ums Handgepäck machen für den Fall aller Fälle.

Dann ging es aber auch schon los. Leider hatte ich keine Fensterplatz und die Frauen neben denen ich saß waren jetzt auch nicht besonders freundlich. Eigentlich wollte ich mein Abschiedsbuch im Flieger lesen. Aber der Fakt, dass ich schon bei der ersten Seite in Tränen ausgebrochen bin und dann auch noch eingeengt war, hat es verhindert.

Der Flug ist reibungslos verlaufen. Nachdem ich dann auch herausgefunden hab, dass man immer das Ablaufdatum bei der Kreditkarte angeben muss und nicht das Datum von heute. war ich dann auch in der lange mir Wlan zu buchen. #anfängerfehler

Genau das Gleich wie mit der Fahrt der Flug verging schnell und auch doch irgendwie nicht.
Als ich dann ankam musste ich nur den Mensch folgen und mich in die Schlange für Visitor stellen. Das Ganze hat um die 2 Stunden bei mir gedauert. Ich dachte, dass dauert immer so lange. Aber meine Gastfamilie hat mir nachher gesagt, dass das sehr lange war. Es hat alles super geklappt bei mir. Ich habe sogar schon direkt meinen Koffer gesehen als ich am Schalter für die Immigration Card stand. Auch mit meinem Handgepäckskoffer hat alles geklappt und er kam ein paar Minuten nachdem der Große gekommen war.

Im Flugzeug war ich am Ende noch ein bisschen aufgeregt. Ich war aber in der Schlange von mir selbst überrascht, weil ich total entspannt war. Ich wusste, dass danach liebe Menschen auf mich warten und ich war einfach nur glücklich. Ich war einfach nur glücklich! Alle Zweifel, die ich vielleicht noch im Flieger hatte waren wieder weg. ich war bereit mein neues leben zu starten und es hat sich gut angefühlt. Nachdem ich die Koffer geholt hatte, bin ich einfach nur den Menschen gefolgt und wusste ehrlich gesagt gar nicht wohin ich gehe. Es ging alles so schnell, dass ich gar keine Zeit hatte zum aufgeregt sein. Denn als ich dann schon aus der Bahn ausgestiegen bin standen da schon alle Menschen.

In mitten der Menschenmassen habe ich dann auch zu erst schon meinen Gastvater mit Blumen und einem Luftballon gesehen. Hinter ihm standen dann auch meine Gastmama und meine Local coordinatorin mit einem Welcome Schild. Es tat so gut endlich in deren Arme zu fallen und sie zu sehen. Ich habe so lange auf den Moment gewartet!!! Ich war einfach so unbeschreiblich glücklich und das bin ich immer noch!


 Ich kann nicht beschreiben, wie schön diese Gefühl war. Mein Traum wird war. Ich fühle mich hier so wohl dank meiner wunderbaren Familie!!! Ich liebe die USA und mein Leben hier jetzt schon!

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